Erste Hilfe bei Gefahr für das Sehvermögen durch Schadstoffe

Nach Unfällen mit Beteiligung der Augen können wenige Sekunden darüber entscheiden, ob das Sehvermögen beeinträchtigt wird.

Das Cuxhavener Unternehmen Plum hat jetzt auf der Fachmesse Medica ein Augenspülsystem vorgestellt, das im Hinblick auf eine besonders schnelle und einfache Anwendung im Erste-Hilfe-Fall entwickelt wurde.

So beginnt zum Beispiel bei Säuren und alkalischen Schäden eine Verätzung des Auges bereits in dem Augenblick, wo Schadstoffe mit dem Auge in Kontakt kommen. Aber auch bei mechanischen Schäden durch Schmutz und Staub oder Holz- und Metallsplitter ist der schnelle Einsatz der Augendusche von äußerster Wichtigkeit. Durch den Einsatz der Dusche wird verhindert, dass Fremdkörper sich festsetzen können.

Bei allen Verschmutzungen sollte das Auge mit einem weichen und gleichmäßigen Strahl aus der speziell für solche Anwendungen entwickelten Kunststoffflasche gespült werden. Die Flaschen müssen während des Spülvorgangs nur leicht gedrückt werden. Die Spülung sollte auch während des Transports zum Arzt fortgeführt werden.

Die Augenspülflaschen für Schäden durch Schmutz und Staub oder kleine Holz- und Metallsplitter enthalten eine sterile Natriumchloridlösung (0,9 %), die dem natürlichen Salzgehalt des Auges entspricht. Damit wird der Eintrag von Keimen und Bakterien ins Auge verhindert, was zum Beispiel bei einer Spülung mit normalem Wasser nicht gewährleistet ist. Für Unfälle mit chemischen Stoffen wird eine sterile Phosphatlösung (4,9 %) angeboten, die eine schnelle Neutralisation des Schadstoffs ermöglicht.

Die Augenspülsysteme sind in verschiedenen Größen erhältlich und eignen sich für die Wandmontage etwa am gefährdeten Arbeitsplatz. Die mobilen Lösungen können in Werkzeugkisten oder speziell hierfür lieferbaren Gürteltaschen mitgeführt werden. Weitere Informationen erhalten Sie im Internet unter: www.plum-augenspuelung.de sowie bei Ihrem Augenarzt oder Augenoptiker.

Dr. med. Söllner
Dr. med. Thilo Söllner
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