Der erste Eindruck entscheidet

Personalchefs achten beim Bewerbungsgespräch auf Kleidung, geputzte Schuhe und selbstverständlich auch auf die Brille.

Darauf weist das Kuratorium Gutes Sehen (KGS) in einer aktuellen Veröffentlichung hin. Laut Sabine Maas von der Personalberatung, Bonn, spielt das Outfit dabei eine ganz tückische Rolle. Es werde zwar vom Personalchef geprüft, aber nur dann zum Thema, wenn ihn irgendetwas an seinem Gegenüber stört. Befasst sich das Unternehmen mit Äußerlichkeiten des Stellungssuchenden und nicht mit den eigentlich wichtigen Dingen, wie dem beruflichen Können, habe der Bewerber praktisch schon verloren.

Maas: ‚Wir entscheiden innerhalb von 30 Sekunden, ob wir unser Gegenüber mögen oder nicht. Daher ist der erste Eindruck eigentlich alles. Die Wenigsten denken darüber nach, dass sie mit ihrer Brille das äußere Bild bestimmen. Die Brille sitzt schließlich mitten im Gesicht. Ein abgetragenes, altes Modell signalisiert, dass der Bewerber auch in anderen Belangen nicht up to date ist. Auch rote Druckstellen tragen nicht zum positiven Gesamteindruck bei. Schmutzige Gläser verhindern, dass man sich in die Augen sehen kann. Dafür lassen Fettflecken tief in die Seele des Gegenübers blicken. Eine schmutzige Brille ist gleichbedeutend mit unaufgeräumtem Schreibtisch und versäumtem Termin. Anders herum: Je durchlässiger eine Brille ist, je mehr der Gesprächspartner durch sie hindurch zur Person hingucken kann, desto besser.’

Unternehmen machen natürlich Unterschiede zwischen einzelnen Positionen. An einen Mitarbeiter mit Kundenkontakt werden höhere Ansprüche gestellt. Aber eine schmutzige Brille ist auch für einen gewerblichen Mitarbeiter ein Armutszeugnis, das schwerer wiegen kann als das Arbeitszeugnis aus dem letzten Job. Der Bewerber kann sicher mit einer Brille seinen Typ unterstreichen. Trotzdem warnt die Personalberaterin davor, beim Bewerbungsgespräch flippige Brillen zu tragen. Die verstellen den Blick ins Gesicht und in die Augen. Die Brille muss sich einfügen in den Gesamtauftritt und selbstverständlich wirken. Daher der Rat an Jobsuchende: Lassen Sie die Brille auf der Nase, da gehört sie hin. Überzeugen Sie durch Ihren Auftritt und nicht durch auffällige Bewegungen.

Dr. med. Söllner
Dr. med. Thilo Söllner
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