Blindenmission gibt Tipps für den Umgang mit blinden Kindern

Die rund 8.700 in Deutschland lebenden blinden Kinder und Jugendlichen freuen sie sich besonders, mit sehenden Kindern befreundet zu sein.

blinden KindernSie gehen zur Schule, treiben Sport und spielen gerne mit ihren Freunden und Freundinnen. Das ist aber oft schwierig, weil viele sehende Kinder meinen, dass man mit blinden Kindern nichts anfangen kann.

Um junge Menschen vom Gegenteil zu überzeugen hat jetzt die Christoffel Blindenmission einige Tipps für den Umgang mit blinden Kindern zusammengestellt. Der sehende Partner sollte nur daran denken, dass blinde Kinder ihn und die Umgebung nicht sehen können, und ihnen mehr erklären als seinen sehenden Mitschülern und Freunden.

Hier eine kleine Auswahl der Tipps: Blinde Kinder sehen nicht, wenn du ihnen winkst. Sprich sie deshalb an. Am besten nennst du dabei deinen Namen, denn blinde Kinder müssen alle Menschen nur an der Stimme erkennen und das ist gar nicht so einfach. Wie wäre es zum Beispiel mit ‚Hallo, ich bin Anna, hast du Lust mit mir zu spielen?’ Wenn du ein blindes Kind irgendwohin mitnehmen willst, wird es sich an deinem Arm leicht festhalten. Das ist besser, als wenn du es am Arm hältst und ziehst oder schiebst. Wer will schon gezogen oder geschoben werden? Wenn der Bürgersteig etwas ansteigt oder abfällt, sagst du dies zur Warnung an.

Wenn ihr Treppen hinaufsteigt, sagst du einfach ‚Achtung, Stufen nach oben’. Es ist nicht nötig, alle Stufen zu zählen und anzusagen. Du musst nur auf die erste und auf die letzte Stufe sowie auf die Richtung der Treppe (auf-/abwärts) aufmerksam machen. Gibt es ein Treppengeländer, möchte sich das blinde Kind vielleicht daran festhalten. Lege einfach seine Hand darauf und es wird sich daran entlang orientieren. Wenn du merkst, dass ein blindes Kind unsicher umhertastet, biete ihm ruhig deine Hilfe an: Frag, ob du ihm helfen kannst oder wohin es gehen möchte. Nicht jedes blinde Kind, das an der Bordsteinkante steht, will auch die Straße überqueren. Vielleicht wartet es nur auf den Bus. Hier könntest du eventuell helfen, indem du ihm die Abfahrtszeiten vorliest.

Du kannst einem blinden Kind in den Bus oder in den Zug helfen, indem du es zur Griffstange oder zum Türgeländer begleitest. Wenn es sich setzen möchte, legst du einfach seine Hand auf die Armlehne des Sitzes und sagst: ‚Hier ist ein Platz frei und das ist die Rückenlehne.’ Blinde Menschen können sich so durch Tasten rasch mit dem Sitz vertraut machen und sich selbst hinsetzen. Weitere Tipps finden Interessierte im Internet unter www.cbm.de .

Dr. med. Söllner
Dr. med. Thilo Söllner
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