Flüchtige, einseitige Blindheit möglicher Vorbote für Schlaganfall

Oft folgt auf eine so genannte transitorische ischämische Attacke (TIA) ein Schlaganfall. Weil die Attacke aber meist rasch endet, neigen Patienten fatalerweise dazu, sie zu verharmlosen.

Experten halten die TIA für ein dem manifesten Schlaganfall gleichwertiges Ereignis und raten den betroffenen Patienten zu einer vorsorglichen Behandlung.

Die kurzen Anfälle dauern meist nur fünf bis zehn Minuten und halten in 80 Prozent der Fälle weniger als eine Stunde an. Eine typische TIA dauere mehrere Minuten, so die Experten. Sekunden dauernde Einzelsymptome wie Sehstörungen oder Schwindel seien selten TIA-bedingt. Häufig komme eine flüchtige, einseitige Blindheit vor. Dabei schiebe sich als schmerzlose Folge von Störungen der Durchblutung der Netzhaut ein Vorhang von oben oder von der Seite vor. Die Sehfähigkeit kehre typisch in umgekehrter Richtung zurück. Doppelbilder durch Lähmungen der Augenmuskeln oder eine forcierte Blickwendung in eine Richtung seien ebenfalls Alarmzeichen.

Neurologen halten in solchen Fällen eine rasche bildgebende Untersuchung für dringend geboten.

Dr. med. Söllner
Dr. med. Thilo Söllner
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