Bei Eingriffen im Gesicht steht die Ästhetik im Mittelpunkt

Eine neue Methode bei Operationen im Gesicht berücksichtigt die ästhetischen Aspekte der Behandlung weit mehr als dies bislang möglich war.

GesichtDas Verfahren kann zum Beispiel im Operationssaal angewendet werden, wenn es darum geht, die Position eines durch einen Unfall oder eine angeborene oder erworbene Fehlbildung verlagerten Augapfel über einen Symmetrievergleich mit hoher Präzision der gesunden Gegenseite anzupassen.

Das Gesicht ist die persönlichste ‚Visitenkarte’ des Menschen, so die Experten. Seine individuelle Ausdruckskraft und Mimik entstehen durch das Zusammenspiel komplexer anatomischer Strukturen. Schon kleinste Änderungen können darum Aussehen und Ausdruck beeinflussen. Diese komplizierten Zusammenhänge müssen die Ärzte bei Operationen im Gesichtsbereich berücksichtigen, wenn sie beispielsweise schwere Verletzungen im Gesicht, Tumoren oder Fehlbildungen behandeln oder ein Gesichtsprofil harmonisieren.

Bei der Korrektur schwerer Fehlbildungen oder der Operation von Tumoren im Kopf- und Gesichtsbereich können die Chirurgen den Eingriff auf dem Computerbildschirm simulieren. Dazu werden die Aufnahmen des Patientenschädels in dreidimensionale Modelle ‚umgerechnet’, an denen die komplexen anatomischen Situationen zu erkennen sind.

Inzwischen hat ein Team von Chirurgen um Privatdozent Dr. Emeka Nkenke von der Universität Erlangen damit begonnen, die Gesichter von Patienten vor und ein Jahr nach einem Eingriff dreidimensional mit einem speziellen Aufnahmeverfahren zu erfassen und die jeweilige OP-Technik mit dem Ergebnis in Beziehung zu setzen. Die Mediziner gehen dabei nicht von der knöchernen Unterlage, sondern von der Oberfläche der Weichgewebe aus, denn diese ist für den ästhetischen Gesamteindruck entscheidend. Das Prinzip der dreidimensionalen Vorhersage der Gesichtsoberfläche soll zukünftig auf einem Vergleich des Patientengesichts mit ähnlichen Fällen aus einer Datenbank beruhen. Ausgehend von einer größeren Datenbasis können vergleichbare Fälle herausgesucht und das wahrscheinliche Ergebnis dann vorhersagt werden.

Dr. med. Söllner
Dr. med. Thilo Söllner
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